Samstagsausgabe der Magdeburger Volksstimmen

Fußball 3. Liga Saison 2015/2016

In der Samstagsausgabe der Magdeburger Volksstimmen gab es heute eine Zusammenfassung der ersten Saison des 1. FC Magdeburg in der 3. Liga des deutschen Fußballs.

Von Uwe Tiedemann › Magdeburger Volksstimme, 29. Mai 2016

Dass für Aufsteiger 1. FC Magdeburg am Ende der Drittliga-Saison ein sensationeller vierter Platz heraussprang, war nicht zu erwarten.

Magdeburg l Trainer Jens Härtel hatte etwas geschafft, woran vor ihm seit der Wende alle seine Vorgänger gescheitert waren: Der FCM war plötzlich Drittligist und zurück auf Deutschlands Fußball-Landkarte. Dennoch kamen Spieler, die entweder gar keine oder nur geringe Profierfahrung besaßen. Ein Risiko, das die Macher um Sportchef Mario Kallnik und Härtel auch wegen der knappen Kassenlage eingegangen waren, das sich am Ende jedoch als gelungener Schachzug erweisen sollte.

Wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden trug natürlich die Tatsache bei, dass der Club hervorragend aus den Startlöchern kam und zu keinem Zeitpunkt etwas mit dem Abstieg zu tun hatte. Die schlechteste Plazierung war nach dem siebten Spieltag (0:1 bei den Stuttgarter Kickers) Rang neun. Los ging‘s nach einem „Last-Minute“-Tor von Lars Fuchs mit einem 2:1 im Saisoneröffnungsspiel gegen RW Erfurt. Nachdem Blau-Weiß auch die weiteren Derbys gegen den HFC (2:1) und Chemnitzer FC (2:0) in der MDCC-Arena gewann, waren die Elbestädter frühzeitig in der dritten Liga angekommen.

Zwar gab es immer wieder kleinere Rückschläge wie das 1:2 bei Fortuna Köln mit der schweren Verletzung von Felix Schiller (Achillessehnenriss) und der ersten überaus unglücklichen Heimniederlage gegen den VfR Aalen (1:2), doch der Neuling erholte sich stets sehr schnell.

Mitte März eine Minikrise

Noch vor der Winterpause gelang mit dem 2:0 in Erfurt der lang ersehnte erste Auswärtssieg und im Jubiläums-Heimspiel zum 50-jährigen Bestehen vor einer Topkulisse ein 3:1 über Mainz 05 II, was den Sprung von Rang sechs auf vier bedeutete.

Das neue Jahr 2016 begann sogleich spektakulär – 2:1-Sieg beim Dauerrivalen in Halle. Doch im Verlauf der weiteren Rückrunde ging dem FCM so manches Mal die Puste aus, blieb man insgesamt neunmal ohne eigenen Treffer. Mitte März gab es sogar eine Minikrise mit drei Niederlagen in Folge. Doch die Mannschaft zog selber den Kopf aus der Schlinge, fand zurück in die Spur und verbesserte sich mit elf Punkten aus fünf Spielen – darunter ein Klasse-2:2 gegen Dresden, ein 2:1 in Münster und ein 4:0 über Sonnenhof Großaspach (höchster Saisonsieg) wieder auf Platz vier.

Am Ende war auch Fortuna ein wenig mit dem FCM im Bunde, denn obwohl der Schlussakkord vor noch einmal großer Kulisse (22 072 Zuschauer) gegen die Würzburger Kickers 0:1 verloren ging (es war gleichzeitig die vierte Heimniederlage), reichte es zu Platz vier, weil auch die Konkurrenz aus Osnabrück und Großaspach gepatzt hatte.